Prag

Johann Wolfgang Goethe betitelte Prag mit den Worten „Der schönste Stein in den Kronen der Welt“. Die tschechische Hauptstadt mit ca. 1,2 Millionen Einwohnern ist die größte Stadt der Tschechischen Republik und liegt direkt an der Moldau.

Die Moldau ist der längste Fluss Tschechiens und gleichzeitig auch der größte Nebenfluss der Elbe. Der Moldau wurde das gleichnamige Musikwert des tschechischen Komponisten Bedřich Smetana gewidmet.

Lernen Sie die goldene Stadt kennen

Gerne wird Prag auch als „Goldene Stadt“ bezeichnet. Der Ursprung dieses Beinamens ist jedoch bis heute nicht endgültig aufgeklärt. Zurückgehen soll er zunächst auf die damals vergoldeten Turmspitzen der Prager Burg und von Karl IV. geprägt worden sein. Eine weitere Gesichte zur Entstehung des Beinamens lehnt sich an die Alchemisten des goldenen Gässchens an, die laut der Legende versuchten, künstlich Gold herzustellen. „Goldene Stadt“ passt heute noch genauso wie damals zur wohl schönsten Stadt Europas. Der sagenhafte Blick auf die Moldau mit den Häuserfassaden der Stadt bei Sonnenauf- und untergang laden zum Träumen ein. Gold findet sich auch in der Farbe des Nationalgetränks Bier wieder.

Prager Burg

Sieben Hektar ist das Burggelände der Prager Burg groß. Es besteht aus drei Schlosshören und mehreren beeindruckenden Gebäuden. Es gehört zu dem größten Burggelände weltweit. Bekannt wurde die Prager Burg besonders durch den Prager Fenstersturz von 1618, mit dem der Dreißigjährige Krieg und somit auch die Wende für Europa eingeläutet wurde.  Die Prager Burg ist heute der Sitz des tschechischen Präsidenten. Für Touristen bildet sich ein beliebtes Ausflugsziel. Interessante Gebäude und atemberaubend schöne Gärten sowie Wachablösung im Burghof sind besonders sehenswert. Jeden Tag um 12 Uhr wird der Wachwechsel der prunkvoll geschmückten Soldaten spektakulär zelebriert.

Goldenes Gässchen

Eine weitere beliebte Sehenswürdigkeit an der Innenmauer der Prager Burg ist das “gol­dene Gässchen“. Um diese Gasse ranken sich zahlreiche Mythen. Einst lebte der berühmte Schriftsteller Franz Kafka im Haus Nr. 22 und arbeite dort an einigen seiner bekannten Werke. Für den Zugang in das sagenumwobene Gässchen, die gleichzeitig die älteste und schmalste Straße Prags ist, wird von den Besuchern Eintrittsgeld verlangt.

Pulverturm

Der Prager Pulverturm ist 65m hoch und trägt seinen Namen aufgrund seiner jahrhundertelangen Lagerung von Schwarzpulver. Er gehört zur königlichen Route, die zur Prager Burg führt. Im Pulverturm befindet sich eine Ausstellung, die von Interessierten besucht werden kann. Von Außen beeindruckt er mit seinem mittelalterlich gotischem Stil und seiner imposanten Größe.

Karlsbrücke

Die Prager Karlsbrücke ist ein Wahrzeichen der Stadt. Sie führt über die Moldau und ist mit ihrer Länge von 500m und einer Breite von 10m ein sehr imposantes Bauwerk.

Erbaut wurde die Karlsbrücke im 14. Jahrhundert und zählt damit zu den ältesten Steinbrücken Europas. Erst Jahre später wurden die heute charakteristischen Skulpturen von Heiligen und Patronen auf den Brückenpfeilern aufgestellt. 1870 erhielt die „Steinerne Brücke“ ihren Namen Karlsbrücke. Karl IV. initiierte die Errichtung und legte den Grundstein – so wurde Sie ihm zu Ehren umbenannt.

Die Statue des Heiligen Nepomuk ist wohl die bekannteste, die sich auf der Brücke befindet. Es soll Glück bringen diese Skulptur zu berühren. Heute prägen zahlreiche Souvenirhändler und Straßenkünstler das Bild der Karlsbrücke.