Luther, Porzellan und ein Dom – entlang des Elberadweges

Die Elbe gehört zu den längsten Strömen Deutschlands und verbindet das tschechische Riesengebirge mit der Nordsee. Auf über 1000 Kilometern Länge schlängelt sich der Fluss von Osten nach Norden durch die Republik und tangiert mittelalterliche Städte, einzigartige Prunkbauten und Orte von weltpolitischer Bedeutung. Die sächsische Landeshauptstadt Dresden bildet eine phantastische Kulisse für den Ausgang einer Radtour von Velociped. Von der Brühlschen Terrasse aus erblickt man die Frauenkirche, die Katholische Hofkirche, die weltberühmte Semperoper und den Zwinger. Vorbei am Goldenen Reiter Augusts des Starken verlässt man das sogenannte „Elbflorenz“ gen Norden und erreicht alsbald die Schatzkammer des vormaligen Königreiches Sachsen: Meißen.

Die kleine Stadt liegt 40 Kilometer hinter Dresden und ist die Heimat des „Weißen Goldes“. Meißner Porzellan wird seit 1710 in der ersten europäischen Manufaktur hergestellt. Der Kurfürst von Sachsen gründete zu jener Zeit das Unternehmen und war gleichzeitig dessen bester Kunde. August besaß eine noch heute im Dresdener Zwinger zu bestaunende Sammlung. Sie gilt bis dato als weltweit umfassendste Kollektion des wertvollen Materials. In Meißen lockt Reisende nicht nur der Besuch des „Museum of Meissen ART“. Auch die Stadt selbst bietet herrliche Impressionen und so strahlen der mächtige Dom und die Albrechtsburg über das Elbtal.

Weiter flussabwärts liegt die Lutherstadt Wittenberg. Im Innenhof des Schaufassadenbaus des „Augusteums“ können Radreisende das Wohnhaus Martin Luthers bestaunen. Zahlreiche Dokumente, Schriften und Bilder berichten aus der Zeit der Reformation und verheißen nicht nur gläubigen Protestanten einen unvergesslichen Museumsaufenthalt. In der sehenswerten Stadtkirche St. Marien wurde 1521 die erste evangelische Messe der Geschichte abgehalten. Entlang der breit und behäbig strömenden Elbe geht es auf die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts zu. Schon aus der Ferne erkennt man das Wahrzeichen Magdeburgs: Den Dom. Er erhebt sich direkt am Elbufer und lädt zu einer Verschnaufpause ein. Eine weitere Magdeburger Sehenswürdigkeit ist die „Grüne Zitadelle“, das letzte Projekt Friedensreich Hundertwassers.

Foto: © motiqua via Flickr unter CC-BY-Lizenz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.